Wandern in Andalusien – ein Reisetipp

Mit Andalusien verbindet man in der Regel Stierkämpfe oder einen Badeurlaub an einem der herrlichen Sandstrände. Doch diese südspanische Region hat noch viel mehr zu bieten, wozu nicht zuletzt die vielfältige Landschaft gehört.

Dieses über 87.000 Quadratkilometer große Gebiet besteht zu einem großen Teil aus Gebirge und lockt schon alleine dadurch den einen oder anderen passionierten Wanderer an. Ein ausgezeichnetes Wandergebiet stellt zum Beispiel die Sierra de Aracena, im Nordwesten von Andalusien, dar. Das Gelände liegt auf einer Höhe zwischen 400 und 900 Metern über dem Meeresspiegel und ist mit weiten Wäldern versehen. Wer sich hier zu einer Wanderung aufmacht, der findet derartige Gesteine vor wie Gneise, Schiefer oder Quarzite. Zuweilen kommt auch Vulkangestein vor oder Kalkgestein und in dem letzteren ist auch die Tropfsteinhöhle Gruta de Maravillas gelegen – eine wahre Touristenattraktion, von deren insgesamt 2.100 Metern rund 1.200 begehbar sind.

Ebenso ideal zum Wandern ist die im südwestlichen Teil Andalusiens gelegene Sierra de las Nieves. Es handelt sich um ein Gebirge, welches zu den Betischen Kordillere gehört, auch Andalusisches Faltengebirge genannt und eine Gesamtlänge von etwa 600 Kilometern hat. Die Sierra de las Nieves selbst ist rund 3.000 Hektar groß, von denen 202 Quadratkilometer als Naturpark geschützt sind. Das Gebirge ist geprägt von gigantischen Kalkbergen und tiefen Abgründen mit imposanten Schluchten und die höchste Erhebung, der Torrecilla, erreicht 1919 Meter über Normalnull. Wer diese wunderschöne andalusische Region zum Wandern auswählt, den erwartet hier ein typisch mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern. Ab dem Herbst beginnen die Niederschläge sich zu häufen, wobei das Maximum in der Zeit zwischen Januar und März erreicht wird. Die insgesamt verhältnismäßig hohen Niederschläge sind auch schließlich der Grund für die üppige Vegetation, wobei es insbesondere an Igeltannen einen großen Bestand gibt. Zu den anderen vorkommenden Arten zählen unter anderem die Portugiesische Eiche, Wacholderbüsche oder Granada-Tragant.

Als Ausgangspunkt für eine Wanderung dürften die folgenden Orte am besten geeignet sein: Ronda, Yunquera, El Burgo oder der Area recreativa Quejigales. Sehr beliebt ist die Wandertour von dem letztgenannten Ort aus durch den Igeltannen-Wald auf den Torrecilla. Hierfür sind etwa 6 Stunden einzuplanen und als Belohnung winkt eine grandiose Aussicht auf den Naturpark.

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